Nachrichten 24 Februar 2022

#Team Storengy: Simon Grzyk

Heute sprechen wir mit Simon Grzyk. Er ist Performance Ingenieur für Porenspeicher bei Storengy und seit 2013 an unserem Standort Berlin tätig.

Simon Grzyk

Bei Storengy Deutschland sind wir sehr stolz auf unsere Mitarbeitenden, denn sie sind ein wichtiger Bestandteil unseres Erfolgs. In unserer Serie #TeamStorengy stellen wir Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bereichen vor, die unser Unternehmen mit ihrem Engagement bereichern.

Heute sprechen wir mit Simon Grzyk. Er ist Performance Ingenieur für Porenspeicher bei Storengy und seit 2013 an unserem Standort Berlin tätig.

Welche Aufgaben begleitest du als Performance Ingenieur Porenspeicher?

Storengy betreibt insgesamt sechs Untergrundgasspeicher in Deutschland, davon drei Porenspeicher. Meine Hauptaufgabe ist es, die Performance unserer Porenspeicher, also den effizienten Betrieb unter den gegebenen geologischen, genehmigungsrechtlichen und technischen Randbedingungen zu sichern. Im Gegensatz zu unseren beiden Dispatching-Teams, die auf operativer Ebene tätig sind und das tägliche Gasgeschäft steuern, denke ich in mittel- und langfristigen Zeiträumen.

Das bedeutet konkret, dass ich die Performance der Speicher anhand von Messwerten, Beprobungen, Testfahrweisen und anderen technischen Parametern beobachte und auswerte. Ich optimiere die Beschäftigung der Speicher dahingehend, dass sie auch langfristig eine gute Performance bieten können. Dabei muss eine optimale Balance geschaffen werden, da der Speicher auch kurzfristig eine gewisse Leistung erbringen muss, ohne langfristig Schaden zu erleiden. Einerseits ist eine konstante Befüllung und Entleerung wichtig, um die Speicher nicht zu sehr zu beanspruchen, anderseits wollen wir unseren Kundinnen und Kunden, die ihr Gas in unseren Speichern einlagern, maximale Flexibilität bieten.  Das heißt, dass wir in der Lage sein müssen, die Speicher auch innerhalb weniger Stunden mit maximalen Leistungen zu befüllen oder zu entleeren, obwohl die ursprünglichen Konzepte für diese Speicher über größere Zeiträume ausgelegt sind.

Auf Basis dieser Analysen entwickele ich Fahrweisen und Handlungsempfehlungen für unsere Dispatching-Teams, damit sie die täglichen Gasflüsse steuern können.

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Mein Job erfordert in erster Linie viel logisches und analytisches Denken und das ist das, was mir dabei auch am meisten Spaß macht. Da man auftretende Probleme oder Störfälle nicht ohne weiteres vor Ort im Untergrund einsehen und erörtern kann, muss die Fehlerquelle indirekt mittels Mathematik, Hypothesen und durch Testfahrweisen im laufenden Betrieb anhand einer großen Menge an Messdaten gefunden werden.

Ein Beispiel ist, dass der Druck sich zunächst ohne ersichtlichen Grund verändern kann. Der Druck ist ein wesentlicher Indikator für den Zustand der Gasspeicher. Mithilfe der Kombination mit anderen Parametern, wie beispielsweise der Gasqualität, den Fördermengen von Wasser oder dem Sandanfall, lässt sich das Puzzle dann Stück für Stück zu einer Vermutung zusammensetzen. Diese wird mit den Kollegen vor Ort und im Betrieb diskutiert und mögliche Handlungsmöglichkeiten erörtert. Das kann dann in eine geänderte Fahrweisenempfehlung für die Kolleginnen und Kollegen im Dispatching resultieren.

Häufig ist hier Teamarbeit gefragt, denn zur Lösungsfindung bin ich auch auf die Mithilfe meiner Kolleginnen und Kollegen angewiesen. Besonders der Erfahrungsschatz und die Kenntnisse der Teams vor Ort lassen sich mit mathematischen Analysen nicht reproduzieren.

Ein weiterer Punkt, den ich sehr schätze, ist der Mix aus Routine und neuen Herausforderungen, die der Job mit sich bringt. Mein Arbeitsalltag hat eine gewisse Basis, die immer gleich ist. Man schaut sich regelmäßig die gleichen Messdaten an und wenn alles in Ordnung ist, kann man sich anderen Aufgaben widmen - aber sobald Ausschläge oder Unregelmäßigkeiten in den Messwerten vorkommen, muss man schnell reagieren.

Lass uns auf deinen Karriereweg zurückblicken. Wie sieht deine bisherige berufliche Entwicklung aus?

Ich habe in Clausthal Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Erdöl-/ Erdgastechnik studiert und bin dann über ein Praktikum bei einem Gasspeicherbetreiber in Leipzig zum Speichergeschäft gekommen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Nach ein paar Jahren wollte ich mich beruflich verändern und habe zwei Jahre lang in einer Erdölraffiniere gearbeitet, wo ich vornehmlich mit dem Einsatz von Erdgas zu tun hatte.

2013 bin ich dann bei der Storengy zurück im Speichergeschäft gestartet. Ich war zunächst im kommerziellen Dispatching tätig und habe dort das Bilanzierungssystem für unsere virtuellen Gasspeicherprodukte entwickelt und umgesetzt, sowie die  Optimierung unserer Produkte mit den Kolleginnen und Kollegen ausgearbeitet.

2016 hat sich die Möglichkeit für mich ergeben, ins neu geschaffene Asset Management einzusteigen. Man stellte fest, dass vor Ort Performance Ingenieure benötigt werden, die sich genauer mit dem Verhalten und den dazugehörigen Messwerten der Speicher beschäftigen. Bis dato gab es solche Expertisen nur im Mutterkonzern und wurden von Berlin aus gesteuert eingesetzt. So wurde meine Abteilung gegründet. Durch meinen Bildungsweg und meine bisherige Berufserfahrung ergaben sich  viele Schnittstellen. Storengy hat diese neue Stelle geschaffen und mir so die Chance gegeben, mich beruflich weiterzuentwickeln.

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