Als eines der wenigen in letzter Zeit realisierten Speicherprojekte in Deutschland macht der Ausbau Peckensen zu einem der größten Erdgasspeicher von Storengy in Deutschland.
Die geologischen Bedingungen sowie die umfangreichen Erfahrungen aus der Pilotphase und dem Betrieb der 1. Ausbaustufe haben gezeigt, dass Peckensen ein hervorragend geeigneter Standort für einen auf Kavernen gestützten Erdgasspeicher ist.
Der Salzstock Peckensen ist mit seiner kompakten geologischen Struktur bestens für die Anlage von Speicherkavernen geeignet. Darüber hinaus sind mit der zentralen Lage in Deutschland hervorragende Distributionsmöglichkeiten verbunden. Gerade einmal 13 km vom Speicher Peckensen entfernt liegt bei Steinitz einer der wichtigsten deutschen Netzkopplungspunkte im überregionalen Erdgastransportleitungsnetz. Über eine bestehende sowie eine im Herbst 2012 entstehende zweite Verbindungsleitung ist der Speicher Peckensen über Steinitz hervorragend an das deutsche Erdgasverteilernetz angeschlossen.
Bereits 2010 wurde haben wir mit der Solung von zwei weiteren Kavernen begonnen. Sowohl für die so genannte Aussolung und Erstbefüllung der Kavernen als auch für die erweiterte Lagerkapazität sind umfangreiche Ausbauarbeiten an Leitungen und bei der Obertageanlage nötig.
Das Ausbauprojekt hat Ende März 2012 mit den Vorbereitungsarbeiten für die Obertageanlage des Speichers begonnen. Im Sommer 2012 beginnt dann die Verlegung einer Soleleitung nach Gieseritz, im Herbst der Bau einer zweiten Gasverbindungsleitung nach Steinitz. Entsprechend den gesetzlichen Regelungen im Bundesland Sachsen-Anhalt laufen derzeit die archäologischen Untersuchungen auf den geplanten Leitungstrassen Richtung Kemnitz und Gieseritz. Bevor die Rohre verlegt werden können, wird hier seitens des Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen Anhalt das Gelände auf Siedlungsüberreste und ggf. wertvolle Altertümer sorgfältig untersucht. Für diesen Schritt wird die Trasse geräumt und begutachtet.
Im Zuge der Erweiterung des Speichers Peckensen werden bis zu drei neue Speicherkavernen in ca. 1500 m Tiefe in einem Salzstock errichtet.
Dies geschieht durch Aussolen des Salzstocks: Wasser wird in den Salzstock eingeleitet, löst dort das Salz und wird anschließend in Form von Sole wieder ausgeleitet.
Dazu und zur anschließenden Nutzung der Kavernen als Speicher sind Ober- und Untertage
drei Ausbauschritte notwendig.
